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Vera
Piller wurde am 31. Dezember 1949 in Wiesbaden mit dem Namen Vera
Kinz geboren. Ende 1968 Umzug nach Zürich und Heirat mit
dem Schweizer Künstler Dominique Piller. In einer Zeit schwerer
Lebenskrisen entstehen die ersten Gedichte. 1979 erste Veröffentlichung:
Kaputtmacher AG Söhne & Co. Ein Jahr später
"Leben auf dem Lande" in Saland, im gleichen Jahr mehrere
Reisen nach Norditalien, Südfrankreich, Spanien und Portugal.
1980 Veröffentlichung der Kinderlieder.
Tournee
mit der Gruppe "Holde und Unholde", zu der auch die
Musiker Gudrun Racine, Erich Nussbaum, Burhan Öcal und der
Dichter Werner Bucher gehören. Vera Piller singt ihre Kinderlieder
und liest ihre Gedichte. Vera Piller wird Mitglied in der Redaktion
der Schweizer Literaturzeitschrift orte und stellt unter anderem
die Themenhefte Frauen (orte 33) und Knast (orte
37) zusammen. 1981 Hörspiel Goldfische bei Radio DRS
(mit Werner Bucher). Theaterstück Künstler - aber
wie leben?, aufgeführt in der Zürcher Roten Fabrik.
Das Stück dreht sich um Walter Arnold Steffen und ist von
einer wahren Begebenheit im Künstlerhaus Boswil angeregt.
Im
Mai 1983 stirbt Vera Piller nach einem Gehirninfarkt in ihrer
Wohnung. Die Schweizer Literaturzeitschrift "orte" widmet
Vera Piller im Oktober 1983 eine Sondernummer, in der Aufsätze
und Erinnerungen ihrer Freunde abgedruckt sind (orte 44). 1984
gibt Rolf Thut vom eco-Verlag den Nachlassband Macht damit
was ihr wollt heraus. Im selben Jahr schreibt die Literaturzeitschrift
orte erstmals den Vera Piller-Poesiepreis aus, der bis 1991 vergeben
wird. Dann wirft die ehrenamtlich arbeitende Jury das Handtuch,
erschöpft vom Bombardement durch unzählige Einsendungen,
meist von eher schlechter Qualität.
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