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Heidy Gasser
Viviane Egli
Daniele Muscionico

Wo mini Stube isch,
bin ich dehaime

Über das Burgfräulein vom "Yberg"

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110 Seiten
Mit vielen Fotos, farbig und schwarz-weiss
ISBN 3-85830-127-2
CHF 34.00
EUR 23.00

Selten begegnen wir authentischen Menschen. Silvia Lameraner, die Wirtin vom "Yberg" über Wattwil, ist ein derartiger Mensch. Sie lebt aus sich, wirkt in keiner Weise fremdbestimmt. Von Gästen wegen der nahen Burgruine oft "Burgfräulein" genannt, nimmt Frau Lameraner nie ein Blatt vor den Mund, erachtet jeden Gast als Besucher, geht auf ihn ein und geizt, falls erwünscht, keineswegs mit Tips, was das Leben ihres Gegenübers betrifft. Und wer den "Yberg" verlässt, dürfte bald erneut zur schön gelegenen "Burg" hochfahren oder besser zu ihr hinauf wandern und in der Gaststube, in der "Hütte", im Park und in der von Bäumen beschatteten Gartenwirtschaft stets Neues entdecken, Antiquitäten etwa, beim ersten, zweiten oder dritten Besuch übersehene Bilder, Fotos, Tiere, Pflanzen, Bäume, ebenso rätselhafte Skulpturen, Gehege, wunderschöne Tische, uralte Grammophone, Bücher, anderswo ausgestorbene Vogelarten oder im Garten ein geheimnisvolles Glas, dessen Funktion Frau Lameraner Ihnen gern erklärt.

Heidy Gasser, Viviane Egli, Daniele Muscionico und Werner Bucher versuchten aus verschiedenster Optik und in ihrer je eigenen Sprache, sich mit der mutigen, Vergangenem und Gegenwärtigem zugewandten Frau journalistisch auseinanderzusetzen. Daraus wuchs, nicht zuletzt dank der Fotografen Markus Ammann, Walter Kurz und Rolf Senn, das faszinierende Bild einer älteren, unglaublich jung gebliebenen Dame. "Wo mini Stube isch, bin ich dehaime" gehört zu den Büchern, die trotz vielen Gefährdungen Lebensfreude vermitteln. Dies besonders, weil man auf jeder Seite einem Menschen begegnet, der zwar ungute Zustände, Verhaltensweisen durchaus anprangert, aber weiss, dass Glück und Freude wenig mit Zufall und äusseren Umständen zu tun haben. "Jeder hat das Schicksal, das er verdient", sagt unsere Wirtin. Zu Recht.