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Die
neuen Gedichte des Appenzellers Peter Morger gehören zu jenen
seltenen, die erfrischen, nachdenklich stimmen, aufregen und doch
amüsieren. Seine
"Lüürik" im "Oschtschwizzerdialekt"
ist von einer umwerfenden Lustigkeit, ist frech und poetisch und
wurde von einem Mann geschrieben, der den Leuten wirklich aufs
Maul schaut und noch direkter wurde als im "Hailige Bimbam",
der bereits in dieser Reihe erschien (fund-orte 8). Und sie weckt
durchaus die Frage: "Wie kann ein heutiger Dichter
wenigstens in seinen Texten so direkt, so fröhlich
sein und plötzlich wieder ganz böse?" Selbst das
Altern und der Tod werden von Peter Morger überlistet: "T'Johr
schmelzet wägg / wiè Iiszäpfe vor'em Fenschter
/ No schnäll än Schneeball wörfe / in Garte vo'de
Nochberi / Chont'si wider hai hät'si chrommi Bai."
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