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In
Erwin Messmers neuen Gedichten gehen Zorn, Trauer, Spiel und Lebensfreude
eine poetisch gefestigte Legierung ein. Nach wie vor spielt aber
in der Lyrik des gebürtigen Ostschweizers die Lust mit, das
Material der Sprache nach Sinn und Gegensinn abzuklopfen, also
mit einem Handwerk zu arbeiten, das die Wörter in ungewohnte
Zusammenhänge stellt und Sinneskonstellationen ermöglicht,
die oft ungeahnte Schichten aufdecken und beim Lesen faszinieren.
Und die forsche Art des sprachlichen Diskurses macht es aus, dass
letztlich keine Trauer aufkommt, sondern immer wieder Lebens-
und Daseinslust die Oberhand gewinnt. "Das Gelächter
der Fahrräder" (fund-orte 11), und nicht allein dieses,
ist bei Erwin Messmer weiterhin zu vernehmen.
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