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Agnes Rapai

Budapest, ich kann nicht deine Hure sein

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Gedichte, fund-orte 13
Aus dem Ungarischen von Andras Sandor
Numeriert, signiert, fadengeheftet
56 Seiten
ISBN 3-85830-098-5
CHF 28.00
EUR 19.00

Zweisprachig lernen die Freunde heutiger Poesie in "Budapest, ich kann nicht deine Hure sein" die ungarische Lyrikerin Agnes Rapai kennen. Sie liebt, hasst und verachtet zugleich die Stadt, in der sie lebt, und entflieht in Gedanken und manchmal auch sehr real immer wieder an andere Orte der Welt.
Und noch mehr als in ihrem ersten auf deutsch übersetzten Gedichtband "Spaziergang mit Hölderlin" erweist sich diese Dichterin als lasziv, aggressiv und zugleich als überaus feinfühlig, dem Moment verschrieben. Sie provoziert (auch literarische) Spiesser, kommt im Gewand einer Dirne daher — und ist doch unkäuflich. Einflüsse von allen Seiten scheinen in ihren Gedichten auf; und sie haben trotzdem jenen rapaischen Ton, der ihre Poesie seit je auszeichnet. Sie umkreist und fängt ein, was sie beschreiben will, entdeckt wie Baudelaire, freilich im Hier und Jetzt, dass auch Hässliches seine poetischen Schönheiten hat: "und jetzt stehe ich da in der madonnahaften wäsche der Yvonne herzogin / von burgund in der faust deines blickes inmitten des / ersten aktes mit Julias verdorbenem lächeln".