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Werner Bucher

Die schlafende
Santa Maria von Vezio
und andere Geschichten


 

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   Romane und Erzählungen

Rauhreif Verlag
2007
ISBN 978-3-907764-71-8
CHF 29.-

Was Virgilio Masciadri über Werner Buchers Gedichte schrieb, gilt auch für seine Geschichten. Sie haben einen eigenen Sound: den „Werner Bucher-Sound“. Und wie in seinen Romanen begegnet der Leser, die Leserin in „Die schlafende Santa Maria von Vezio und andere Geschichten“ Figuren, nein, vielmehr Menschen aus Fleisch und Blut. Sie pendeln meist von einer Schwierigkeit in die nächste oder leben im Dunkel des Daseins. So etwa der Bub Roman, der bei einem Priester Hilfe sucht und sie möglicherweise findet. Ebenso der unglückliche Valentin Cavelty, als er in Vezio das Glück und Unglück seiner Tessiner Kindheit finden möchte. In allen Geschichten von Werner Bucher werden Menschen lebendig, die aus eigener Kraft kaum aus dem Schatten finden.

Dennoch, ob sie nun scheitern oder dem Dunkeln entfliehen, immer nötigen Werner Buchers süffig geschriebene Geschichten zum Weiterlesen. Man muss schlicht wissen, wie alles endet. Wie schrieb doch die Bernerin Barbara Traber nach der Lektüre des mit dem Schweizer Schillerpreis ausgezeichneten Romans „Unruhen“ im „Bund“: „Vor der Lektüre sei gewarnt: Ich habe zwei Nächte lesend verbracht ...“ Und in der „Südostschweiz“ ist zu lesen: „Und das ist das Besondere, ja Faszinierende: Mit wechselnden stilistischen Mitteln breitet der Autor ein erheiterndes wie erschreckendes Kaleidoskop menschlicher Einsichten und Abgründe aus.“ Das darf man von Buchers Geschichten mit Fug und Recht ebenfalls behaupten.