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orte Nr. 133

Hans Rudolf Hilty

den Herbst

erfahren
und doch
die Revolution
für nötig halten

 

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CHF 14.-
EUR 8.-

Vorreiter? Nachbeter? Wiederentdecker? Es bleibt im Wesentlichen immer beim gleichen Credo unserer Zeitschrift: Zu viele Informationsträger bemühen sich darum, von bereits Berühmtem, Bekanntem, Trendigem Gebrauch zu machen, um dabei zu sein, sich anzuschliessen, Bekanntes noch bekannter werden zu lassen. Damit öffnet sich eine Nische für weniger Bekanntes: eine Vorreiterrolle, um Unbekanntes, das es zu entdecken gilt, der wachen und interessierten Leserschaft näher zu bringen. Oder anderseits zu Unrecht Vergessenes wieder in Erinnerung zu rufen, weil dieses oft Massstäbe für das Nachkommende setzt, welche Hochgejubeltes in ihrer vermeintlichen Haltbarkeit relativieren.

Was wir — die Redaktion der Literaturzeitschrift orte — nicht wollen, ist das Nachbeten. So stimmen wir nicht in das gegenwärtige Kultgebahren mit ein, wie es ewig zu spät dem unsterblich gewordenen Robert Walser zuteil wird. Wir sind uns einig: Robert Walser ist ein Klassiker unter den Schweizer Autoren geworden, bedeutender als er zu Lebzeiten schien. Aber man kann die gutgemeinte Wiedergutmachung auch übertreiben. Wenn er als Dauerbeweis dafür herhalten muss, dass man die Vergessenen auf lange Frist schon nicht vergisst, falls sie es verdienen, dann gäbe es noch andere, lebende und tote. Heiligsprechung ginge zu weit.

Beispiel Hans Rudolf Hilty: Er war und ist kein Heiliger. Werner Bucher und Ueli Schenker entschlossen sich trotzdem oder gerade deswegen zu einem Wiedererweckungsversuch für einen Vorreiter. Das Resultat ist die vorliegende orte-Nummer und ein Gedichtband in der Reihe "fund-orte".

Ebenfalls lohnend scheint es uns, bei dieser Gelegenheit Margot Ehrich und Christian Saalberg vorzustellen. Nie gelesen? Und die Niederdeutschen? Unbekannt?