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Genau
33 Jahre lang gab Sven Knebel seine attraktiv aufgemachte, hochformatige
Zeitschrift heraus, die man wegen ihres Formates (etwas grösser
als A3) kaum in einem Büchergestell unterbringen kann und
die stets einem einzigen Thema gewidmet war, zu dem meist von
Sven Knebel selber entdeckte Künstler wie Dichter sich äussern
durften, renommierte und solche, die sich langsam einen Namen
machten oder Jahre später wieder von der berühmten Bildfläche
verschwanden.
Im Dezember/Januar
1991/92 kam die letzte Nummer heraus, die hundertdreiunddreissigste.
Sie war die einzige über all die Jahre, die nicht einem Thema
gewidmet war, sondern, wenn man so will, dem Abschied von SPEKTRUM
galt.
Für jeden
dürfte es in diesen 33 Jahren ein Abenteuer gewesen sein,
ein neues SPEKTRUM-Heft in die Hand zu nehmen und sich damit
auseinanderzusetzen. Dies wurde jedesmal zur Entdeckungsfahrt.
Man stiess auf bildende Künstler, die einem überzeugten
(oder auch nicht), auf Dichter und Dichterinnen, von denen man
meist nach dem Lesen einiger Zeilen mehr lesen wollte (oder gelegentlich
auch nicht).
Traurig fast,
dass heute und morgen keine neuen SPEKTRUM-Hefte zu uns und zukünftigen
Literatur- und Kunst-"Verrückten" gelangen. Aber
oben in seinem geliebten und dem Fluglärm ausgesetzten Städtchen
Regensberg und manchmal auch in seiner legendären Klause
an der Zürcher Napfgasse ist Sven Knebel zum Glück weiterhin
aktiv. So solls noch lange bleiben. Kaum andere ernst zu nehmende
Zürcher Künstler haben sich derart für fremdes
und nicht allein fürs eigene Schaffen eingesetzt.
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