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orte Nr. 148

Christian Saalberg




 

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Dieses orte-Heft gilt vorab dem im Mai 2006 verstorbenen bedeutenden deutschen Dichter Christian Saalberg. Schon öfters haben wir in orte diesen ganz eigenständigen Lyriker vorgestellt, der mit bürgerlichem Namen Christian Rusche hiess, sich aber als Dichter erlaubte, für seine Gedichte den Namen Saalberg zu benutzen, den Ort glücklicher Kindheitstage.

"Wieso kennt niemand Christian Saalberg, wieso findet er sich in keiner der nicht wenigen Anthologien, die mir greifbar waren? Dabei ist der Mann, geboren im schlesischen Riesengebirge, jetzt 80 Jahre alt und hat 23 Bände in die Welt gehoben. Mit Preisen geehrt worden ist er auch. Aber niemand kennt Saalberg. Liegt es wirklich daran, dass der Surrealismus nie Konjunktur hat, hierzulande? Aber Saalbergs Surrealismus ist ja von einer feinen, verzaubernden Art, ohne Anstrengung, Kalkül und Aufschneiderei: ‚Das Meer klammert sich an den Küsten fest / aus Angst, von den Wellen erschlagen zu werden.'"
Wilhelm Pauli in "Lyrik-Melange 2006 (ohne Fussball WM)"