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Dieses orte-Heft
gilt vorab dem im Mai 2006 verstorbenen bedeutenden deutschen
Dichter Christian Saalberg. Schon öfters haben wir in orte
diesen ganz eigenständigen Lyriker vorgestellt, der mit bürgerlichem
Namen Christian Rusche hiess, sich aber als Dichter erlaubte,
für seine Gedichte den Namen Saalberg zu benutzen, den Ort
glücklicher Kindheitstage.
"Wieso
kennt niemand Christian Saalberg, wieso findet er sich in keiner
der nicht wenigen Anthologien, die mir greifbar waren? Dabei ist
der Mann, geboren im schlesischen Riesengebirge, jetzt 80 Jahre
alt und hat 23 Bände in die Welt gehoben. Mit Preisen geehrt
worden ist er auch. Aber niemand kennt Saalberg. Liegt es wirklich
daran, dass der Surrealismus nie Konjunktur hat, hierzulande?
Aber Saalbergs Surrealismus ist ja von einer feinen, verzaubernden
Art, ohne Anstrengung, Kalkül und Aufschneiderei: Das
Meer klammert sich an den Küsten fest / aus Angst, von den
Wellen erschlagen zu werden.'"
Wilhelm Pauli in "Lyrik-Melange 2006 (ohne Fussball WM)"
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