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Die Redaktion

Irene Bosshart hat sich zur Layouterin von orte entwickelt. Seit sich aber die gesammelte Redaktion geweigert hat, eine Anthologie von Gedichten herauszubringen, die nur von Tieren geschrieben wurden, schmollt sie ein bisschen. Sie und alle andern werden es überleben.

Der Herausgeber Werner Bucher hat weder eine kurze noch eine lange Leine. Er lässt die Redaktion gewähren, und schreitet erst ein, wenn Ueli Schenker einem angeblichen Ostschweizer Literatursachverständigen eine orte-Nummer widmen will. An sich schreibt Bucher lieber ("Unruhen", "Im Schatten des Campanile", "Weitere Stürme sind angesagt", "Den Fröschen zuhören, den toten Vätern").

Hannes Ghielmetti war früher als Bruchpilot bekannt. Seit er ernster wurde und auch seine Tätigkeit als Auflöser eines Notariats erfolgreich abschloss, aber nicht als Swissair-Sanierer engagiert wurde, führt er in Zürich ein kleines orte-Büro.

Virgilio Masciadri bringt zum Glück jede Redaktionssitzung auf einen Nenner. Seine Gedichtbände "Heimatveränderung" und "Gespräche zu Fuss" müssen von Ihnen einfach gelesen werden. Früher als zerstreuter Professor aufgefallen, ist er heute als Lektor sehr begehrt und ebenso als Begutachter zahlloser eingesandter Manuskripte. Dass er auch als Krimiautor unglaublich Spannung erzeugen kann, bewies er in seinem hochliterarischen "Schnitzeljagd in Monastero".

Wenn der Ostschweizer Erwin Messmer nicht zu Hause ist (Bern), gibt er meist irgendwo in der Welt ein Orgelkonzert. Seine Gedichtbände "Das Gelächter der Fahrräder" und "Anleitung zum Brettspiel" beweisen seine Doppelbegabung. Diese kommt auch der Literaturzeitschrift orte zugut.

Regula Michel gehört seit orte Nummer 135 unserer Redaktion an. Sie liebt alte Bahnhöfe und nicht nur jene im Kanton Zürich (über diese soll ein Buch in Vorbereitung sein). Sie versteht zudem allerhand in Sachen Confiserie, ist, wenn man Glück hat, gelegentlich hinter dem Tresen einer bekannten Zürcher Konditorei zu sehen und recherchiert intensiv über Leben und Werk der schottischen Dichterin Alison Louise Kennedy. Ebenso sind Auftritte mit dem Jazztrompeter Jürg Grau zu erwarten, der für Regula Michel und Viviane Egli unlängst einen "Gigeliblues" komponiert hat.

Ruedi Rüegg hat an Zürichs Merkurstrasse schon unzählige orte-Cover gestaltet. Seit Heft Nummer 142 ist er zur Freude der orte-Redaktion mit seinem bekannten Designalltag-Team wieder neu eingestiegen. Die "goldene orte-Nadel" ist ihm im Jahre 2020 gewiss — heute aber schon unser grosser Dank.

Ueli Schenker war der seriöseste unserer Redaktion, bis er die "Satan"-Nummer zusammenstellte. Plötzlich begann er zu hinken und bekam einen an sich unsichtbaren Klumpfuss. Dank ihm ist jetzt bekannt, dass "Angst + Schrei = Huhn + Ei" ist und dass "Frau Schneiderlein mit den Böcken tanzt". Das Magazin "Tip Berlin" und die "Esslinger Zeitung" haben übrigens nach jahrelangen Recherchen entdeckt, dass Uuuuuli Schenker in Tat und Wahrheit Veli Schenker heisst, schottische wie türkische Wurzeln und in der Person von Orhan Veli Kanik einen grossen türkischen Dichter als Onkel hat.

Barbara Traber arbeitet sehr viel, nicht zuletzt für unsere Literaturzeitschrift, hat aber dennnoch ein Buch über den verkannten jurassischen Dichter Werner Renfer und einen Kriminalroman geschrieben, der im französischen Préty spielt. Ebenso hat sie Romane und Mundartbücher veröffentlicht. Ihr geflügeltes Wort: Ich muss noch hurtig da oder dort hin, dieses oder jenes erledigen.

Peter K. Wehrli, mit richtigem Namen pkw, hat jetzt seinen "Katalog von allem" beendet, ist aber damit immer noch nicht fertig. Die ganze Redaktion ist aber auf den ersten Roman des ehemaligen TV-Kulturvermittlers gespannt. Ob der wohl in Albanien spielt? Bei orte ist Wehrli zuständig für exotische Dichter, Dada und rumänische Literatur. Sein Buch über Edgar Mittelholzer ist in Vorbereitung.

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